Social Media Aktivitäten deutscher Unternehmen auf dem Prüfstand


McKinsey stellt neue Studie „Turning Buzz into Gold“ zu Social Media in Deutschland vor

70 Prozent der großen und mittleren Unternehmen in Deutschland messen Social Media eine hohe strategische Bedeutung bei. Von einem gewinnbringenden Einsatz dieser neuen Kommunikationsmedien sind die Unternehmen hierzulande allerdings noch entfernt: Gerade einmal 27 Prozent der Firmen erreichen ihre selbst gesteckten Ziele rund um die Sozialen Medien. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company, die den wirtschaftlichen Wert und die Nutzung von Social Media aus Unternehmenssicht analysiert und dazu 200 der größten deutschen Unternehmen befragt hat.

Obwohl entlang der gesamten Wertschöpfungskette Potenziale gesehen werden, findet Social Media vor allem im Marketing statt. Hier besonders erfolgreich bei den Konsumgüter- und High-Tech-Unternehmen. Das Personalwesen wird lediglich bei 34 % der befragten Unternehmen mit Social Media-Aktivitäten unterstützt und liegt damit auf dem vorletzten Platz. Schlusslicht bilden die internen Anwendungen.

Social Media in der Wertschöpfungskette (Quelle: McKinsey)

Social Media in der Wertschöpfungskette (Quelle: McKinsey)

Klares Ergebnis der Studie ist aber, dass nur mit einer Strategie und der Nutzung in allen Wertschöpfungstufen der Social Media-Einsatz erfolgreich ist. Dies zeigen die Vorreiter in Deutschland. Als weitere zentrale Erfolgskriterien werden die Unterstützung des Top Managements gesehen, ein eigenes Budget und der Einsatz professioneller Mitarbeiter, die sich rund um die Uhr mit den Aktivitäten im Netz beschäftigen. Diese müssen nicht nur ein großes Engagement zeigen und den richtigen Ton im Netz treffen, sondern auch mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet sein, um möglichst schnell auf den Buzz reagieren zu können. Ein aufwendiges Abstimmen durch mehrere Hierarchie-Stufen ist nicht zielführend. Das immer mehr Unternehmen inzwischen verstanden haben, dass qualifizierte Mitarbeiter hier genauso gefragt sind, wie in jedem anderen Unternehmensbereich, führt immer mehr dazu, dass solche Fachkräfte auf dem Markt rar werden.

Ein erfolgreiches Beispiel im HR-Bereich wurde von McKinsey selber durchgeführt zusammen mit Bertelsmann, Henkel und der Allianz. Das Programm für Studenten für einen Pratikumsplatz, der Stationen in allen vier Unternehmen beinhaltet, lieferte bei Kosten, Reichweite und Qualität im Vergleich zu den herkömmlichen Kanälen bessere Ergebnisse ab.

Social Media in Recruiting-Kampagne (Quelle: McKinsey)

Social Media in Recruiting-Kampagne (Quelle: McKinsey)

Bei der Messbarkeit solcher Maßnahmen müssen die Unternehmen intensiv nachdenken, welche KPIs sie für die Maßnahmen festlegen wollen und wie diese gemessen werden können. Auf Knopfdruck gibt es im Moment wenige Tools, die genutzt werden können. Durch die Übertragung von Messinstrumenten aus den klassischen Medien und anderen Internet-Aktivitäten können aber sehr wohl Ergebnisse gemessen werden.

Fünf Themen haben die McKinsey-Berater für eine Social Media-Excellence festgehalten:

5 Themen auf dem Weg zur Social-Media-Excellence (Quelle: McKinsey)

5 Themen auf dem Weg zur Social-Media-Excellence (Quelle: McKinsey)

Dann kann Social Media nicht nur Spaß machen, das Image steigern, sondern auch direkte positive Auswirkungen auf den Umsatz haben.

Zu den Studienergebnissen im Netz geht es hier.

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